Ischiassyndrom
Es können keine Behandlungsvorschläge auf individueller Basis erteilt werden. Die Gesellschaft übernimmt keine Haftung bei Anwendung von hier übermittelten Informationen. Der Leser und dessen medizinische Berater sind letztlich verantwortlich für die Umsetzung von Therapien.
Inhalt
- Die gesunde Lendenwirbelsäule
- Einführung
- Typische Muster bei Nervenwurzelschmerzen im Bein
- Heilung
- Diagnose
- Wesentliches zu Nervenwurzelschmerzen
- Prognose
- Hilfreiche Massnahmen
- Medikamentöse Behandlung
- Physiotherapie und Chirotherapie
- Injektionstherapie
- Operation
- Nach der Operation
- Was Sie tun sollten / Was Sie nicht tun sollten
- Wertvolle Informationsquellen für Patienten
Liebe Patienten
Die folgenden Informationen sollen Ihnen bei der Entscheidungsfindung helfen. Die Grafiken zeigen die Antworten der EuroSpine-Mitglieder, welche als die Experten Europas in der Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen gelten. Diese sollen Ihnen aufzeigen, wie die meisten Experten in der jeweiligen Situation vorgehen würden. Sie widerspiegelt zwar eine vernünftige Vorgehensweise, ersetzt jedoch nicht die sorgfältige Abklärung Ihrer persönlichen Situation. Sollte also die Meinung Ihres Arztes/Ihrer Ärztin von den untenstehenden Antworten abweichen, fragen Sie nach, worauf seine/ihre Entscheidung beruht.Jeder einzelne Fall muss individuell bewertet werden. Die EuroSpine und ihre Mitglieder können für Missverständnisse (oder Fehldiagnosen), die sich aufgrund der vorliegenden Informationen, welche keineswegs eine gezielte Untersuchung ersetzen, ergeben können, nicht haftbar gemacht werden.
Unter dem Begriff Ischiassyndrom (Ischialgie) versteht man in einem Bein auftretende Schmerzen, welche durch Reizung oder Entzündung einer der Nervenwurzeln des Ischiasnervs hervorgerufen werden. Meistens handelt es sich dabei um einen Bandscheibenprolaps in der Lendenwirbelsäule. Weitere Ursachen sind Spinalkanalstenose oder die Verengung des Nervenkanals. Spinalstenose kommt häufiger mit zunehmendem Alter vor. In manchen Fällen tritt eine Kombination aus einem Bandscheibenprolaps und einer Verengung des Nervenkanals auf.
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DIE GESUNDE LENDENWIRBELSÄULE

Anatomie
Die Lendenwirbelsäule befindet sich zwischen Brust und Becken im hinteren Teil des Unterleibs. Sie ist ein sehr starkes Gebilde, durch das die Nerven zu Beinen, Darm und Harnblase verlaufen. Sie besteht aus fünf Wirbeln, verbunden durch Bandscheiben und Bänder, die die Beweglichkeit des Rumpfs ermöglichen.
Die Wirbelsäule ist aus vielen kleinen Knochen, sogenannte Wirbel, zusammengesetzt. Zwischen diesen Wirbeln befinden sich Bandscheiben, welche die Beugung der Wirbelsäule ermöglichen. Diese Struktur aus Wirbeln und Bandscheiben wird der Länge nach von Muskeln und Bänder gestützt. Das Rückenmark verläuft durch das Zentrum jedes einzelnen Wirbels und transportiert Nerven vom Gehirn zu den restlichen Teilen des Körpers.
Unter Weichteilen der Lendenwirbelsäule versteht man lediglich die Teile, die nicht aus Knochen bestehen. An der Rückseite der Wirbelsäule werden die Wirbel durch kräftige Muskeln, sowie Bänder und Sehnen miteinander verbunden. Bandscheiben sind besondere, sehr starke Gelenke an der Vorderseite der Wirbelsäule. Kleinere Gelenke, sogenannte Facettengelenke, befinden sich auf der Rückseite. All diese Gelenke zusammen erlauben einen gewissen Bewegungsspielraum.
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EINFÜHRUNG
Nervenwurzelschmerzen werden durch einen Nerv im Rücken ausgelöst. Da Nerven Informationen bezüglich Empfindungen und Muskelkontrolle transportieren, können Störungen zu Schmerzen, Taubheit, erhöhte Empfindlichkeit oder Muskelschwäche führen. Die Schmerzen werden oft in dem Körperteil empfunden, der von jenem Nerv versorgt wird. Es sind häufig die Nerven in Beinen und Armen betroffen.Nervenschmerzen in der Lendenwirbelsäule (Ischialgie) treten meistens unterhalb des Knies auf. Rückenschmerzen werden in der Regel zwischen den unteren Rippen und dem Gesäss wahrgenommen. In vielen Fällen gibt es eine Kombination aus Rücken- und Beinschmerzen. Bei Ischialgie sind die Schmerzen im Bein schlimmer als die im Rücken. Obwohl die Ischialgie durch einen Bandscheibenprolaps (Bandscheibenvorfall) hervorgerufen wird, gibt es auch andere Ursachen, nämlich Erkrankungen wie Diabetes oder sogar Infektionen (z.B. Gürtelrose).
Brachialgie (Armneuralgie) ähnelt zwar der Ischialgie sehr, strahlt aber von den Nerven im Nacken aus. Schmerzen, die hauptsächlich von einer einzigen Nervenwurzel ausgehen, werden von Ärzten als radikuläre Schmerzen bezeichnet.
Die vorliegenden Informationen sind an diejenigen Patienten gerichtet, die eher an Nerven- als an Rückenschmerzen leiden. Oft treten Nerven- und Rückenschmerzen aber gleichzeitig auf. Wenn die Schmerzen in den Extremitäten schlimmer sind als im Rücken, stammen sie wahrscheinlich vom Nerv.
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TYPISCHE MUSTER BEI NERVENWURZELSCHMERZEN IM BEIN
Obwohl viele Patienten ihre Schmerzen auf dieser Abbildung wiedererkennen, sollte man nicht vergessen, dass dies nur ein Teil der Diagnose ausmacht.
Nervenschmerzen können von unterschiedlicher Intensität sein (stark bis relativ schwach). Manchmal werden sie von Merkmalen wie Kribbeln oder brennendes Gefühl begleitet. Einige Patienten empfinden die Schmerzen schlimmer beim Husten oder Niesen. Je nach Körperhaltung können sie schlimmer oder weniger schlimm sein. Aktivitäten wie Gehen oder leichtes Fahrradfahren können die Schmerzen lindern, während Sitzen oder Stehen sie verschlimmern können.
Nebst den Schmerzen können auch andere Nervenfunktionen betroffen werden. Taubheit und Empfindungsstörungen sind typische Beschwerden. Muskelschwäche kann ebenfalls auftreten.
Die Nervenschwäche S1 in der Abbildung kann die Wadenmuskeln oder die Muskeln um den äussern Fussknöchel befallen, was zu Gehstörungen (Hinken) führen kann.
Die Nervenschwäche L5 verhindert manchmal das Anheben des grossen Zehs.
Die Nervenschwäche L4 kann die Muskeln betreffen, die benötigt werden, um den Fuss anzuheben. In extremen Fällen wird sie auch Fallfuss genannt.
Obwohl sehr beängstigend, verschwindet Ischialgie in den meisten Fällen relativ schnell wieder von allein.
Nervenschmerzen können von unterschiedlicher Intensität sein (stark bis relativ schwach). Manchmal werden sie von Merkmalen wie Kribbeln oder brennendes Gefühl begleitet. Einige Patienten empfinden die Schmerzen schlimmer beim Husten oder Niesen. Je nach Körperhaltung können sie schlimmer oder weniger schlimm sein. Aktivitäten wie Gehen oder leichtes Fahrradfahren können die Schmerzen lindern, während Sitzen oder Stehen sie verschlimmern können.
Nebst den Schmerzen können auch andere Nervenfunktionen betroffen werden. Taubheit und Empfindungsstörungen sind typische Beschwerden. Muskelschwäche kann ebenfalls auftreten.
Die Nervenschwäche S1 in der Abbildung kann die Wadenmuskeln oder die Muskeln um den äussern Fussknöchel befallen, was zu Gehstörungen (Hinken) führen kann.
Die Nervenschwäche L5 verhindert manchmal das Anheben des grossen Zehs.
Die Nervenschwäche L4 kann die Muskeln betreffen, die benötigt werden, um den Fuss anzuheben. In extremen Fällen wird sie auch Fallfuss genannt.
Obwohl sehr beängstigend, verschwindet Ischialgie in den meisten Fällen relativ schnell wieder von allein.
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HEILUNG
Bei einem Bandscheibenprolaps (bzw. -vorfall) wird die normale Flüssigkeitsversorgung der Bandscheibe unterbrochen, worauf sie ziemlich schnell zusammenschrumpft.Man kann sich einen Prolaps der Bandscheibe als ein saftiges Stück Fleisch/Fisch auf einem Teller vorstellen, welches mit der Zeit austrocknet und an Masse verliert.
Der zurückgebliebene Teil der Bandscheibe, erholt sich oft von allein.
Im zunehmenden Alter versteifen sich die Bandscheiben und verfügen über weniger Gallert, weshalb bei älteren Leuten ein Bandscheibenprolaps seltener vorkommt.
Die beste Methoden, mit diesen Beschwerden umzugehen, sind genügend Bewegung, aktiv bleiben, keine übermässige Schonung und ein möglichst normales Leben führen.
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DIAGNOSE
In den frühen Stadien brauchen die meisten Patienten nur ihren Hausarzt aufzusuchen. Die Diagnose erfolgt hauptsächlich anhand der Symptome und der ersten Untersuchung.Zu den typischen Ergebnissen einer Untersuchung gehören:
Die Bewegungen der Wirbelsäule lösen Schmerzen in den Gliedmassen aus. Bei Nervenschmerzen in der Lendenwirbelsäule (Ischialgie) kann zum Beispiel das Vorbeugen zu den Zehenspitzen Schmerzen im Bein auslösen.
Nervendehnungstests lösen Schmerzen in den Gliedmassen aus.
Einfache Funktionstests der Nerven (z.B. Kraft-, Reflex- und Sensibilitätstests) helfen, den schmerzauslösenden Nerv zu finden. Gesundsheitsexperten führen diese Tests als Teil der Diagnose aus.
Die Stärke von Nervenwurzelschmerzen kann sehr unterschiedlich sein und hat NICHTS mit der Grösse der Bandscheibe zu tun. Sorge und Angst verschlimmern die Schmerzen oft zusätzlich. Um zu verstehen, wie man am besten mit der Ischialgie umgeht, muss man sich genauestens informieren.
Ischialgie erholt sich in der Regel von allein. Einzig wenn Taubheitsgefühle zwischen den Beinen oder Stuhl- bzw. Harninkontinenz auftritt, spricht man von einem Notfall.
TAUBHEITSGEFÜHLE ZWISCHEN DEN BEINEN UND IM GESÄSSBEREICH
ODER STUHL- BZW. HARNINKONTINENZ
ODER BEIDES
DIES IST EIN NOTFALL – SELTEN, ABER WENN ES AUFTRITT, MUSS ES SOFORT BEHANDELT WERDEN
MAN NENNT ES CAUDA-EQUINA-SYNDROM
ODER STUHL- BZW. HARNINKONTINENZ
ODER BEIDES
DIES IST EIN NOTFALL – SELTEN, ABER WENN ES AUFTRITT, MUSS ES SOFORT BEHANDELT WERDEN
MAN NENNT ES CAUDA-EQUINA-SYNDROM
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WESENTLICHES ZU NERVENWURZELSCHMERZEN
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Was ist ein Bandscheibenprolaps?
Die Bandscheiben verfügen über einen Gallertkern (Nucleus pulposus), der durch einen Riss in dem Knorpel der Bandscheibe (Annulus fibrosus) austreten kann. Das Gallert drückt auf den benachbarten Nerv, bis dieser sich entzündet, was in den mit ihm verbundenen Gliedmassen Schmerzen verursacht.
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PROGNOSE
Die meisten Fälle sind zum Glück nicht langanhaltend. Obwohl medizinische und therapeutische Massnahmen helfen können, gibt es grundsätzlich keine schnelle Lösung dafür. Der natürliche Heilungsprozess muss einsetzen. Bei den meisten Patienten verbessert sich der Zustand innert sechs Wochen nach Auftreten der Symptome in den Gliedmassen.Nach dreizehn Wochen ist eine deutliche Verbesserung zu verzeichnen und die Patienten befinden sich praktisch wieder in ihrem Normalzustand. Allerdings können geringfügige Symptome während mehreren Monaten bestehen bleiben.
Wenn sich die Schmerzen ‚zentralisieren’ oder sich in Richtung Wirbelsäule verlagern, ist dies ein Zeichen der Besserung.
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HILFREICHE MASSNAHMEN; VIELE DAVON SOLLTEN MIT DEM ARZT BESPROCHEN WERDEN.
Spezialisten-Meinungen:
1) Nicht-operative Massnahmen werden wie folgt eingestuft:
(gar nicht hilfreich: 0, sehr hilfreich: 100)
Normale Schmerzmittel |
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Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAID) |
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Muskelrelaxanzien |
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Kortikosteroide |
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Krampflösende Mittel (Gabapentin o.ä.) |
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Physiotherapie |
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Chirotherapie |
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Extension |
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Epidurale Injektionen |
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Nervenwurzelinjektionen |
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Andere |
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MEDIKAMENTÖSE BEHANDLUNG
Medikamente werden benutzt, um Schmerzen zu lindern, und können während des Heilungsprozesses Ihre Lebensqualität verbessern.Wirksame Medikamente umfassen nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAID), schmerzlindernde Mittel, antineuralgische Mittel sowie Muskelrelaxanzien (falls ein Krampf auftreten sollte). Weitere Ratschläge finden Sie in unserer Broschüre über routinemässige Medikamente bei Problemen des Bewegungsapparates (nur auf Englisch).
Oft sind nicht alle dieser Medikamente notwendig. Die Entscheidung, was Sie genau benötigen, trifft Ihr Haus- oder Spitalarzt. Die regelmässige Einnahme einer Kombination von verschiedenen Medikamenten kann sehr oft eine anhaltende Schmerzlinderung bewirken. Dies ist meistens hilfreicher, als Tabletten erst bei sehr starken Schmerzen einzunehmen. Es ist einfacher, Schmerzen vorzubeugen, als sie loszuwerden.
Jeweils ein Medikament der folgenden drei Gruppen kann mit einem Medikament der anderen zwei Gruppen kombiniert werden:
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PHYSIOTHERAPIE UND CHIROTHERAPIE
Üblicherweise erhält man am Anfang eine erste Beurteilung sowie nützliche Ratschläge zur richtigen Körperhaltung und Lebensweise. In einigen Fällen kann eine Manualtherapie sogar zu einer Verschlechterung der Symptome führen, anstatt zu helfen.Erst nachdem die Schmerzen fast gänzlich abgenommen haben, kann eine solche Behandlung in Betracht gezogen werden, um übriggebliebene Versteifungen zu lösen und die volle Funktion der betroffenen Gliedmasse schrittweise wiederherzustellen.
Bestimmte Übungen können manchmal sehr hilfreich sein. Die McKenzie-Methode scheint mit ihren Übungen die Beinschmerzen manchen Patienten lindern zu können.
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INJEKTIONSTHERAPIE
Die Injektionstherapie wird meistens nur dann angewendet, wenn die Beschwerden in einem angemessenen Zeitraum nicht genügend abnehmen.Diese Behandlungen können von einer Vielzahl von Spezialisten wie Rheumatologen, schmerzbehandelnde Anästhesisten, Radiologen und orthopädische Chirurgen durchgeführt werden.
Die zwei meist verwendeten Injektionsmethoden sind:
1. Epidurale Injektionen im Bereich der Spinalnerven und des Wirbelkanals. Diese können lumbal oder kaudal erfolgen.
2. Injektionen in den Nervenwurzelkanal werden gezielt beim betroffenen Nerv platziert und benötigen Röntgenaufnahmen zur Lokalisierung der Austrittsstelle des gereizten Nervs. Diese werden auch periradikuläre Injektionen genannt.
Ziel beider Methoden ist die Schmerzlinderung und Entzündungshemmung in den Nerven, während der natürliche Heilungsprozess anhält. Bei Bedarf können sie wiederholt werden. Beide Methoden sind etwa gleich sicher. Obwohl selten, können dennoch Komplikationen auftreten. Zu diesen gehören Infektionen oder Schäden der Nerven oder Blutgefässe.
NUTZLOSE ODER GESUNDHEITSGEFÄHRDENDE BEHANDLUNGEN
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OPERATION
Spezialisten-Meinungen:
2) Der richtige Zeitpunkt eines operativen Eingriffs bei Nervenwurzelschmerzen ohne Anzeichen von Besserung ist:
Innerhalb 4 Wochen |
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4–8 Wochen |
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8–12 Wochen |
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Nach 3 Monaten |
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Innerhalb 1 Jahr |
3) Ein operativer Eingriff bei radiologisch bestätigter Nervenwurzelkompression sollte nur dann empfohlen werden, wenn folgende Symptome vorhanden sind
Unkontrollierbare Schmerzen mit Empfindungsstörungen |
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Unkontrollierbare Schmerzen mit Bewegungsstörungen |
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Keine Schmerzen aber Bewegungsstörungen |
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Kontrollierbare Schmerzen mit Empfindungsstörungen |
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Kontrollierbare Schmerzen mit Bewegungsstörungen |
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Cauda-Equina-Syndrom |
Die Mehrheit der Patienten erholen sich ohne Operation. In den meisten Fällen nehmen die Schmerzen mit der Zeit ab.
Verschwinden die Schmerzen mit einfacheren Methoden nicht, kann eine Operation sehr hilfreich sein. Obwohl eine Operation die zuverlässigste Methode ist, um Beinschmerzen schnell zu behandeln, so ist sie dennoch mit Risiken behaftet.
Spezialisten-Meinungen:
Verschwinden die Schmerzen mit einfacheren Methoden nicht, kann eine Operation sehr hilfreich sein. Obwohl eine Operation die zuverlässigste Methode ist, um Beinschmerzen schnell zu behandeln, so ist sie dennoch mit Risiken behaftet.
Spezialisten-Meinungen:
4) Folgende Aussagen beziehen sich auf den Vergleich zwischen operativen und nicht-operativen Behandlungen bei Ischialgie (gar nicht zutreffend: 0, ganz zutreffend: 100)
Muskelschwäche verbessert sich schneller |
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Schmerzen verringern sich schneller |
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Sensibilitätsstörungen verschwinden schneller |
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Geringeres Rückfallrisiko |
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Verbessertes langfristiges Ergebnis |
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Die Vorteile überwiegen die Risiken immer |
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Die Ergebnisse sind bei einer frühzeitigen Operation erheblich besser |
Die Ergebnisse einer Operation hängen von dem genauen klinischen Bild ab; manche Patienten eignen sich nicht für eine Operation.
Der operative Eingriff hilft gegen Beinschmerzen, wobei die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Fälle von Ischialgie nicht verhindert werden kann. Eine Operation eignet sich besser bei Schmerzen als bei Gefühlslosigkeit oder Schwäche. Gefühlslosigkeit verursacht normalerweise wenig Probleme.
Nach einem operativen Eingriff zeigen 75% der Ischialgie-Patienten eine deutliche Verbesserung. 20% zeigen zwar eine Verbesserung, klagen aber über geringe, anhaltende Symptome. Ungefähr 5% zeigen gar keine Verbesserung, während ca. 1% sogar über eine Verschlechterung klagen.
Komplikationen sind nicht auszuschliessen und umfassen diejenigen, die mit jeder Operation verbunden sind, sowie spezifische, wirbelkanalbezogene Komplikationen.
Die Todesrate innert 30 Tagen nach der Operation liegt gemäss einer umfangreichen Studie bei 0,5 pro 1'000, oder 0,05%.
Ein Durariss entsteht, wenn die Hülle um den Wirbelkanal reisst, und kann zu einem Austreten der Spinalflüssigkeit führen. Dies kommt bei ca. 3% der Operationen vor, hat aber meistens keine langfristigen Komplikationen.
In seltenen Fällen kann eine Infektion auftreten. Eine ernsthafte Infektion kommt in weniger als 1% aller Fälle vor. Nervenschäden und Blutgerinnsel im Wirbel oder in den Lungen können ebenfalls auftreten.
Ernsthafte Komplikationen wie Tod oder Lähmung können zwar vorkommen, sind aber zum Glück eher selten. Das Risiko einer solchen tragischen Komplikation liegt bei 1:400–500. Patienten sollten die Vorteile und Risiken eines operativen bzw. nicht-operativen Eingriffs mit ihrem Chirurgen besprechen.
Spezialisten-Meinungen:
Der operative Eingriff hilft gegen Beinschmerzen, wobei die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Fälle von Ischialgie nicht verhindert werden kann. Eine Operation eignet sich besser bei Schmerzen als bei Gefühlslosigkeit oder Schwäche. Gefühlslosigkeit verursacht normalerweise wenig Probleme.
Nach einem operativen Eingriff zeigen 75% der Ischialgie-Patienten eine deutliche Verbesserung. 20% zeigen zwar eine Verbesserung, klagen aber über geringe, anhaltende Symptome. Ungefähr 5% zeigen gar keine Verbesserung, während ca. 1% sogar über eine Verschlechterung klagen.
Komplikationen sind nicht auszuschliessen und umfassen diejenigen, die mit jeder Operation verbunden sind, sowie spezifische, wirbelkanalbezogene Komplikationen.
Die Todesrate innert 30 Tagen nach der Operation liegt gemäss einer umfangreichen Studie bei 0,5 pro 1'000, oder 0,05%.
Ein Durariss entsteht, wenn die Hülle um den Wirbelkanal reisst, und kann zu einem Austreten der Spinalflüssigkeit führen. Dies kommt bei ca. 3% der Operationen vor, hat aber meistens keine langfristigen Komplikationen.
In seltenen Fällen kann eine Infektion auftreten. Eine ernsthafte Infektion kommt in weniger als 1% aller Fälle vor. Nervenschäden und Blutgerinnsel im Wirbel oder in den Lungen können ebenfalls auftreten.
Ernsthafte Komplikationen wie Tod oder Lähmung können zwar vorkommen, sind aber zum Glück eher selten. Das Risiko einer solchen tragischen Komplikation liegt bei 1:400–500. Patienten sollten die Vorteile und Risiken eines operativen bzw. nicht-operativen Eingriffs mit ihrem Chirurgen besprechen.
Spezialisten-Meinungen:
5) Das Risiko einer ernsthaften Komplikation (Tod oder Lähmung) nach einer Bandscheibenoperation liegt schätzungsweise bei
1:1000 |
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1:500 |
|
1:100 |
|
1:10 |
|
Andere |
6) Das Risiko einer Komplikation wie z.B. eine Entzündung nach einer Bandscheibenoperation liegt schätzungsweise bei
1:1000 |
|
1:500 |
|
1:100 |
|
1:10 |
|
Andere |
7) Das Risiko einer Komplikation wie z.B. ein Austreten der Spinalflüssigkeit während oder nach der Bandscheibenoperation liegt schätzungsweise bei
1:500 |
|
1:100 |
|
1:33 |
|
1:20 |
|
Andere |
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Bandscheibenoperation
Während der Operation wird der Teil der Bandscheibe, der die Nervenwurzel reizt, entfernt.Spezialisten-Meinungen:
8) Die Methode, die ich am häufigsten anwende, ist (nur eine Antwort möglich)
Herkömmliche offene Dekompression mit oder ohne Mikroskop |
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Bandscheibenprothesen |
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Minimale offene Dekompression (mit Röhren, usw.) |
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Automatisierte perkutane Nukleotomie |
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Perkutane Laser-Diskusdekompression |
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Intradiskale elektrothermische Therapie (IDET) |
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Chymopapain |
|
Andere |
9) Gleichzeitige Fusion bei einer Bandscheibenoperation kann in folgenden Fällen notwendig sein (alle treffenden Antworten auswählen)
Immer |
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Bei starker Facettenarthrose (Spondylarthrose) |
|
Bei radiologischer Instabilität |
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Bei Rückenschmerzen mit langjähriger Vorgeschichte |
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Bei einer Operation infolge eines Rückfalls |
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Nie |
|
Andere |
Üblicherweise müssen Patienten nach der Operation eine Nacht im Krankenhaus verbringen. Die Aufenthaltsdauer nach einer solchen Operation hat in den letzten zehn Jahren in fast allen Ländern deutlich abgenommen.
Gemäss einer kürzlich durchgeführten schwedischen Studie über 25'000 chirugischen Fälle wurde das Risiko einer weiteren Ischialgie-Operation innert zehn Jahren nach der ersten Operation auf 7% gesetzt; gleich wie bei nicht-operativen Behandlungen. Erneute Krankhauseinweisungen sowie Nachoperationen sind in den ersten Jahren nach der Operation häufiger vorgekommen. Genauer gesagt lag das Risiko einer Nachoperation nach einem Jahr bzw. nach zehn Jahren bei 5% resp. 10%.
Gemäss einer kürzlich durchgeführten schwedischen Studie über 25'000 chirugischen Fälle wurde das Risiko einer weiteren Ischialgie-Operation innert zehn Jahren nach der ersten Operation auf 7% gesetzt; gleich wie bei nicht-operativen Behandlungen. Erneute Krankhauseinweisungen sowie Nachoperationen sind in den ersten Jahren nach der Operation häufiger vorgekommen. Genauer gesagt lag das Risiko einer Nachoperation nach einem Jahr bzw. nach zehn Jahren bei 5% resp. 10%.
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NACH DER OPERATION
Heutzutage wird den Patienten geraten, sich so schnell wie möglich wieder normal zu bewegen. Die damaligen Ratschläge, sich über zwölf Wochen hinweg langsam wieder aufzubauen, haben sich als übervorsichtig herausgestellt.Manche Chirurgen haben ihr eigenes Übungsprogramm, welches sie den Patienten empfehlen.
Ein typischer Ablauf könnte z.B. mit leichtem aber häufigem Gehen beginnen. Nach zwei Wochen kommen dann noch Fahrradfahren und Schwimmen hinzu. Ab der dritten Woche ist Büroarbeit und ab vier bis sechs Wochen leichte körperliche Arbeit wieder erlaubt, wobei man nichts tragen sollte, was schwerer als 10 Kg ist.
Nach zwölf Wochen sollten Sie Ihrem gewohnten Tagesablauf nachgehen können. Dies beinhaltet sowohl schwere körperliche Arbeit als auch Kontaktsportarten.
Auto fahren sollte man erst wieder, wenn man in der Lage ist, ca. 400 Meter zügig zu gehen (meistens nach etwa drei Wochen nach der Operation). Es wird empfohlen, in den ersten drei Monaten nicht mehr als 800 Kilometer pro Woche zu fahren.
ALLGEMEINE RATSCHLÄGE
Was Sie tun und nicht tun sollten, finden Sie unten aufgelistet. Es soll Ihnen helfen, Ihre Rückschmerzen zu verstehen und mit ihnen besser umgehen zu können.
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WAS SIE TUN SOLLTEN
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WAS SIE NICHT TUN SOLLTEN
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WICHTIGE PUNKTE
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WERTVOLLE INFORMATIONSQUELLEN FÜR PATIENTEN
Lendenwirbelsäule
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Nackenschmerzen
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Internetseiten
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EUROSPINE, February 2007
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